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DLSS 4.5 – Ray Reconstruction erklärt

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DLSS 4.5 hat eine Vielzahl neuer Funktionen eingeführt. Eine der wichtigsten davon war die überarbeitete Ray-Rekonstruktion. Wir haben dies bereits kurz angesprochen, doch lassen Sie uns nun genauer betrachten, worum es sich dabei handelt und welche Vorteile sie Ihnen bietet.

Wie funktioniert die DLSS-Strahlrekonstruktion?

Wie der Name bereits vermuten lässt, rekonstruiert diese Technologie Lichtstrahlen. Sie wurde erstmals 2023 mit DLSS 3.5 eingeführt und hatte zum Ziel, die Beleuchtung im Spiel zu verbessern. Das Problem beim Raytracing bestand häufig darin, wie viele Lichtstrahlen in einem einzelnen Bild gerendert werden können; dies führte zu seltsamen Artefakten oder Szenen mit starkem Bildrauschen. Die Lösung bestand daraufhin darin, einen Denoiser einzusetzen.

Sobald dies jedoch geschehen ist, wird das Bild hochskaliert, was aufgrund der Kombination der beiden Verfahren zu Artefakten oder Unschärfe führen könnte, was nicht ideal war.

Die wesentliche Neuerung besteht darin, dass zwar weiterhin Raytracing zum Einsatz kommt, DLSS 4.5 jedoch ein KI-Neuralnetzwerk nutzt, das anhand umfangreicher Datensätze trainiert wurde, um den Prozess zu unterstützen. Das KI-Modell nimmt die Raytracing-Daten sowie eine Vielzahl weiterer Informationen – wie beispielsweise Angaben aus vorherigen Bildern, die Positionen von Objekten und deren Bewegungsrichtung – auf und sagt daraus voraus, was als Nächstes geschehen wird. All dies nutzt es, um Lücken zu füllen und das Bild entsprechend Ihrer Auflösung hochzuskalieren. Das Ergebnis ist eine klarere, präziser gerenderte Szene ohne die Körnigkeit und unerwünschten Artefakte, die bei herkömmlichen Rauschunterdrückungsfiltern und Hochskalierungen auftreten.

Zwar gibt es Ray Reconstruction bereits seit 2023 in Form von DLSS 3.5, doch dieses Transformer-Modell der zweiten Generation verfügt über bis zu 35 % mehr Rechenleistung als die Vorgängerversion, ohne dass sich die Hardwareanforderungen oder der Overhead wesentlich ändern.

Wie bereits erwähnt, greift das Verfahren auf vorherige Bilder zurück und kann vorhersagen, wo sich ein Objekt im nächsten Bild befinden wird. Zudem nutzt es eine Vielzahl weiterer Informationen aus früheren Bildern, den Lichtquellen und in einigen Fällen auch aus der Spiel-Engine selbst. Dadurch erhalten Sie ein deutlich besseres Spielerlebnis mit realistischerer Beleuchtung, weniger Bildrauschen und anderen Unregelmäßigkeiten, die bei DLSS 3.5 auftreten könnten.

Dadurch wird das Bild zudem im Rahmen desselben Prozesses hochskaliert – ein Verfahren, das als „DLSS Super Resolution“ bezeichnet wird. Diese Funktion gab es zwar bereits bei der Einführung von DLSS 4.5, doch erst durch die Ergänzung um die Ray-Rekonstruktion entfaltet sie ihr volles Potenzial. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Ziel von DLSS Super Resolution darin besteht, die Gesamtbildrate in Ihrem Spiel zu verbessern, indem die Szene zunächst in einer niedrigeren Auflösung gerendert und anschließend hochskaliert wird, um sie an die höhere Bildschirmauflösung Ihres Monitors anzupassen.

Muss ich ein Upgrade durchführen, um die Strahlrekonstruktion nutzen zu können?

Die gute Nachricht dabei ist, dass „Ray Reconstruction“ auf jeder NVIDIA GeForce RTX-GPU bis zurück zur RTX 20-Serie funktioniert. Die Funktion ist nicht an die GPUs der neuesten Generation gebunden, was bedeutet, dass auch diejenigen unter Ihnen, die eine 2060 besitzen, ohne finanzielle Kosten von erheblichen Leistungssteigerungen profitieren können.

Um diese Funktion zu aktivieren, starten Sie einfach die NVIDIA-App, gehen Sie zu den Einstellungen, wählen Sie dort „Über“ und aktivieren Sie das Kontrollkästchen, um sich für Early-Access-Versionen anzumelden. Bitte stellen Sie sicher, dass Sie hierfür mindestens den GeForce Game Ready-Treiber 580.88 WHQL verwenden. Eine vollständige Anleitung zur Aktivierung für einzelne Spiele finden Sie in der offiziellen Ankündigung von NVIDIA. Oder warten Sie einfach auf die nächste Treiberveröffentlichung im September 2026, wenn die Funktion vollständig eingeführt wird.

Das bedeutet jedoch leider nicht, dass Ihnen alle Funktionen zur Verfügung stehen: Sowohl „Multi Frame Generation“ als auch „Dynamic Multi Frame Generation“ erfordern die neuesten Grafikkarten der RTX-50-Serie, während für „Frame Generation“ mindestens eine Grafikkarte der RTX-40-Serie erforderlich ist. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die einzelnen Grafikkartenserien und Funktionen.

DLSS 4.5 und Grafikkarten der vorherigen Generation – RTX 50-, 40-, 30- und 20-Serie

 

RTX 50-Serie

RTX 40-Serie

RTX 30-Serie

RTX 20-Serie

Transformer-Modell der 2. Generation

DLSS-Strahlrekonstruktion

DLAA

DLSS-Bildgenerierung

Erstellung mehrerer Bilder

DLSS 4.5 – Anwendung

Verbesserte Bildqualität und Bildwiederholrate

Verbesserte Bildqualität und Bildwiederholrate

Verbesserte Bildqualität

Verbesserte Bildqualität

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