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Jedes Gaming-Headset ist mit einem integrierten Mikrofon ausgestattet, und die meisten PCs unterstützen zudem den Anschluss eines separaten, eigenständigen Mikrofons. Beide Möglichkeiten ermöglichen es, Ihre Stimme in ein Spiel, einen Anruf oder einen Stream einzuspielen, doch sie erreichen dieses Ergebnis auf unterschiedliche Weise. In diesem Artikel wird erläutert, wie Headset-Mikrofone und externe Mikrofone funktionieren, wo jeweils die Vorteile liegen und worauf Sie beim Kauf eines externen Mikrofons achten sollten.
Ein Headset-Mikrofon ist direkt in das Headset integriert, in der Regel an einem eingebauten Arm, der von einer Ohrmuschel in Richtung Mund verläuft. Da es sich so nahe am Mund befindet, muss es nicht besonders empfindlich sein, um eine laute, klare Stimme aufzunehmen; dies ist auch der Grund, warum Headset-Mikrofone weniger anfällig dafür sind, Hintergrundgeräusche aus dem Raum aufzunehmen, als ein Mikrofon, das weiter entfernt auf einem Schreibtisch steht.
Die meisten Mikrofone von Gaming-Headsets verwenden eine von zwei Richtcharakteristiken:
Headset-Mikrofone verfügen zudem eher über praktische Funktionen als über solche, die auf die Verbesserung der Klangqualität abzielen: „Flip-to-Mute“-Funktion, physische Stummschalter, LED-Stummschaltungsanzeigen und bei einigen Modellen ein vollständig abnehmbares Mikrofon. Software-Lösungen wie NVIDIA Broadcast, die von einigen CORSAIR-Headsets unterstützt werden, können zudem Hintergrundgeräusche aus dem Mikrofon herausfiltern, ohne dass zusätzliche Hardware erforderlich ist. Und da Mikrofon und Kopfhörertreiber in einem Gerät vereint sind, deckt ein einziges Kabel oder eine drahtlose Verbindung sowohl das Hören als auch das Sprechen ab, wobei die Mikrofonposition bei jedem Aufsetzen des Headsets fest und reproduzierbar bleibt.
Ein externes Mikrofon ist ein eigenständiges Gerät, das unabhängig von Kopfhörern auf einem Schreibtisch, einem Mikrofonarm oder einem Stativ platziert wird. Da es weiter vom Mund entfernt ist, ist es stärker auf seine Kapsel und seine Richtcharakteristik angewiesen, um die Stimme zu isolieren; doch gerade diese größere Kapsel ist auch der Grund, warum externe Mikrofone die erste Wahl für eine Verbesserung der Audioqualität sind: Eine größere Kapsel erfasst einfach eine vollere, natürlicher klingende Stimme als die kleine Kapsel, die in einem Headset-Mikrofon verbaut ist.
Externe Mikrofone basieren in der Regel auf einem von zwei Kapseltypen:
Auch die Richtcharakteristiken reichen weiter, darunter Supernieren-, Kugel-, Bidirektional- und Mehrfachcharakteristiken. Die Anschlussmöglichkeiten stellen eine weitere Unterscheidungsgröße dar: USB-Mikrofone lassen sich direkt an einen PC mit integriertem Audio-Interface anschließen, während XLR-Mikrofone ein separates Interface oder einen Mischpult erfordern, jedoch in der Regel mehr Kontrolle über die Verstärkung und die Signalqualität bieten. Zu den gängigen Funktionen externer Mikrofone zählen Verstärkungsregler, Kopfhörer-Monitoring mit geringer Latenz, Stummschaltfunktionen sowie physische Zusatzausstattungen wie Poppfilter und Stoßdämpferhalterungen zur Reduzierung von Plosivlauten und Handhabungsgeräuschen.
Beide Geräte erfüllen im Grunde denselben Zweck: die Umwandlung von Sprache in ein Signal, das von einem Computer, einer Konsole oder einem Aufnahmegerät verarbeitet werden kann. Die meisten modernen Modelle verfügen zudem über eine Stummschaltfunktion und unterstützen die Reduzierung von Hintergrundgeräuschen, sei es durch Software oder durch die Richtcharakteristik der Kapsel selbst.
Die Unterschiede liegen in den Bereichen Positionierung, Klangqualität, Bedienung und Flexibilität:
Die richtige Wahl hängt letztlich von der Abwägung zwischen Komfort und Kontrolle ab. Ein Headset-Mikrofon ist die einfachere, besser integrierte Option: Ein einziges Gerät deckt sowohl das Hören als auch das Sprechen ab, die Mikrofonposition ist fest und gleichbleibend, und die Nähe zum Mund sorgt bereits ohne jegliche Einrichtung für eine weitgehende Geräuschunterdrückung. Für Spiele, Voice-Chats und alltägliche Telefonate reicht ein hochwertiges Headset-Mikrofon aus, und dank der Nähe zum Mund gewährleistet es eine klare Sprachqualität, ohne dass zusätzliche Einstellungen erforderlich sind.
Zwar sind externe Mikrofone nicht so praktisch wie Headset-Mikrofone, doch gleichen sie dies durch eine bessere Audioqualität und mehr Einstellmöglichkeiten aus. Kondensatormikrofone bieten im Vergleich zu Headset-Mikrofonen einen wärmeren und natürlicheren Klang der Stimme des Nutzers. Was die Steuerung betrifft, verfügen die meisten externen Mikrofone über Bedienelemente am Gerät selbst oder externe Schnittstellen, die das Stummschalten des Mikrofons, die Verstärkeregelung und weitere Funktionen ermöglichen.
Auch wenn ein Headset-Mikrofon nach wie vor eine durchaus geeignete Wahl für das Gaming darstellt, lohnt es sich für jeden Gamer, der mit dem Streamen oder dem Aufnehmen von Clips begonnen hat oder einfach nur möchte, dass seine Stimme sowohl im Spiel als auch außerhalb deutlich besser klingt, ein externes Mikrofon in Betracht zu ziehen. Der Nachteil ist etwas mehr Platzbedarf auf dem Schreibtisch und ein etwas aufwendigerer Einrichtungsaufwand, doch für jeden, der möchte, dass seine Stimme Eindruck hinterlässt, ist dieses Opfer leicht zu bringen.
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